Eigentlich ist bei den Grimms klar: Rotkäppchen soll im Wald auf dem
Weg zu ihrer Oma nicht vom rechten Weg abkommen, denn hier lauert der
böse Wolf. Doch was ist, wenn Rotkäppchen eigentlich Lotte heißt und
einer „perfekten Stadt“ entfliehen möchte? Was, wenn ihre Oma eine
durchgeknallte Hexe ist, ihr Opa als Wildschweinkopf jodelnd an der Wand
hängt und der Wolf eingefleischter Vegetarier ist? Es ist alles ein
bisschen anders beim diesjährigen Wintermärchen „Rotkäppchen“ der
Waldbühne Kloster Oesede. Die moderne und kurzweilige Inszenierung des
Autors Jan Radermacher, dessen weiteres Werk „Rumpelstilzchen“ bereits
diesen Sommer auf der Waldbühne bestaunt werden konnte, schafft es
wieder ein altbekanntes Märchen neu und spannend zu interpretieren.